Sprachlernen

Top oder Flop – Sprachreise nach Berlin

Land und Leute erforschen und ganz nebenbei eine neue Sprache lernen, das ist das Ziel bei Sprachreisen nach Berlin. Einige Vorbereitungen sind allerdings wichtig. Denn zu einer Reise gehört eine passende Unterkunft. Worauf müssen Sie achten, damit Ihre Sprachreise spaßig und erfolgreich wird? Wo finden Sie Unterkünfte in Berlin?

Welche Möglichkeiten bieten sich?

Die Wohnheimplätze für Studierende sind rar. Gegenwärtig warten 4.300 Studierende auf einen Platz von 9.400 vorhandenen Plätzen. Jedes Jahr steigt die Zahl der Einschreibungen. Im Gegensatz bleiben die Wohnungen auf einem gleichbleibenden Niveau. Die Folge ist, dass sich viele Studenten anderweitig umsehen. Eine Variante sind private WGs. Damit sinken die Chancen für Sprachschüler auf eine geeignete Unterkunft. Der Wohnungsmarkt ist ausgereizt. Immobilien in Berlin zu verkaufen lohnt sich. Das lässt die Preise für Grundstücke und Häuser stetig wachsen.

Eine Alternative für eine kurze Sprachreise ist eine Unterkunft bei Gasteltern. Die Schulen bieten diese Option an. Dabei bezieht der Schüler ein Zimmer bei einer deutschen Familie, bekommt privaten Kontakt zu Einheimischen und verbringt einen Teil seiner Zeit in der Sprachschule. Wichtig ist zu beachten, ob die Schule staatlich anerkannt ist. Fragen Sie nach dem Namen der Schule. Staatlich anerkannte Schulen weisen gut geschultes Personal auf, um gute Gasteltern zu finden. In den Gastfamilien finden Sie schnell neue Freunde und üben die Sprache.

Zum kleinen Aufpreis

Bei Familien zu wohnen, ist günstiger. Haben Sie allerdings Extrawünsche oder Allergien, ist dies bei Gastfamilien nicht einfach. Erfahrungen zeigen, Sie brauchen dringend eine schriftliche Bestätigung der Sonderwünsche. Bezahlen Sie einen Aufpreis, können Sie in einer Ferienwohnung mit anderen Teilnehmern wohnen. Die Appartements sind eigens von der Sprachschule angemietet und bestehen aus mehreren Doppel- und Einzelzimmern. Der Vorteil besteht darin: Sie haben Zugang zu einer Küche und können Ihre Sonderwünsche selbst umsetzen. Eine Anmietung ist meist ab einem Zeitraum von vier Wochen möglich.

Einige Sprachschulen sind so groß, dass sie eigene Studentenwohnheime besitzen, zum Beispiel das Goethe-Institut Berlin. Dort mieten Sie ein Zimmer mit Dusche und WC oder die Dusche/WC befindet sich auf der Etage, ganz nach den eigenen Finanzen. Für alle Bewohner stehen Gemeinschaftsküchen, ein Fernsehraum, Internet und Waschmaschinen zur Verfügung. Den privaten Kontakt bekommen Sie in diesen Wohnheimen durch andere Sprachschüler. Da alle Schüler aus verschiedenen Herkunftsländern anreisen, ist die vermittelnde Sprache Deutsch. Sie können dort die neu erlernte Sprache vertiefen.

Steht Ihnen mehr Geld zur Verfügung, buchen die Schulen für Sie ein Hostel oder Hotelzimmer. Der Vorteil ist, dass die Schule spezielle Preise aushandelt, die eine Privatperson nicht angeboten bekommt. Legen Sie Wert darauf, dass die gemieteten Zimmer in der Nähe der Schule sind.

Der richtige Veranstalter

Achten Sie auf einen Veranstalter mit Sitz in Deutschland. Diese unterliegen dem deutschen Reiserecht. Das bedeutet, der Veranstalter ist verpflichtet, eine Insolvenzversicherung abzuschließen. Im Falle einer Insolvenz verschwindet Ihr Geld nicht. Beschwerden werden in Deutschland umgehend entgegengenommen und bearbeitet, mit der Rücksicht auf deutsche Rechte. Das Internet bietet großes Potenzial, um eine geeignete Sprachschule zu finden. Suchen Sie nach Schulen, die diese Reisen schon lange anbieten. Lesen Sie zwischen den Zeilen. Suchen Sie nach guten Bewertungen und Sie werden nicht enttäuscht. Interessant ist ebenfalls ein Blick auf das Rahmenprogramm der Veranstalter. Sind die Auswahlmöglichkeiten hoch, können Sie nebenbei die Kultur und Geschichte Deutschlands kennenlernen. Mit diesem Hintergrund ist das Erlernen einer Sprache einfacher und Sie können die Menschen besser verstehen. Dadurch bieten sich noch mehr Möglichkeiten, deutsch zu sprechen.

Den informellen Kontakt mit Muttersprachlern zusammen mit dem Input von Lehrern machen solche Reisen attraktiv. Das Ziel erreicht die Schule, wenn sie genügend Zeit außerhalb der Schule einplant. Mehr als 20 Schulstunden in der Woche erschweren die Möglichkeit der geplanten Freizeitaktivitäten.