KURDISCHKURSE IN BERLIN

Die Kurdischkurse im Sprachenatelier Berlin laufen ganzjährig in Blöcken von jeweils drei Monaten bzw. 24 Unterrichtsstunden, unterbrochen nur von den Weihnachtsferien.

Unsere Kurdischdozenten sind Muttersprachler und sprechen Kurmanci bzw. Sorani.

Unsere Methode für die Kurdischkurse ist direkt, sie setzt die Beteiligung der Teilnehmer voraus und ist grundsätzlich kommunikativ, d.h. dass wir Grammatik, Dialoge, Übungen, Lektüre, Videos, Bilder, etc. einsetzen, um die Kommunikation vom ersten Kurstag an zu ermöglichen.
In unseren Abendkursen Kurdisch trägt eine bewusst entspannte, kommunikative Atmosphäre dazu bei, dass Sie oft und ohne Hemmungen auf Kurdisch sprechen.

Die Teilnehmerzahl pro Kurdischkurs muss mindestens 4 Personen betragen (maximal 8). Wenn Sie bereits Vorkenntnisse im Kurdischen besitzen, können Sie einen Einstufungstest ablegen, um die für Sie passende Kursstufe zu finden.
Im Sprachenatelier Berlin werden in der Regel keine kurstragenden Lehrbücher verwendet, die Kursmaterialien werden den Teilnehmern kostenlos als Kopie zur Verfügung gestellt.

In der Mittel- und Oberstufe sowie im Kurdisch Konversationskurs werden dazu noch kurdische Zeitungen und Literatur gelesen und kurdisches Fernsehen und kurdische Filme geschaut.

Natürlich können Sie im Sprachenatelier auch ganz individuell und effektiv Kurdisch lernen im Einzelunterricht.

Mehr Informationen zu den Kurdischkursen und auch zu anderen Sprachkursen im Sprachenatelier Berlin bekommen Sie entweder telefonisch unter der Nummer 030.2758 9855 oder per eMail an mail@sprachenatelier-berlin.de.
Oder aber Sie kommen persönlich im Büro vorbei, die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr.

 

DIE KURDISCHE SPRACHE

 

Die kurdische Sprache ist eine Sprache des nordwest-iranischen Zweiges der indogermanischen Sprachen und wird vornehmlich in Teilen des Iran, des Irak, Syriens und der Türkei gesprochen. Anstatt von einer kurdischen Sprache zu sprechen, kann auch von „kurdischen Sprachen“ gesprochen werden, da die vier „Dialekte“ sehr unterschiedlich sind und als eigene Sprache mit eigener Schrift betrachtet werden können. Das Gebiet, in dem überwiegend Kurdisch gesprochen wird, wird Kurdistan genannt, ist aber kein eigenständiger Staat. Wegen der fehlenden politischen und kulturellen Einheit gibt es keine einheitliche, festgelegte Standardsprache. Als Hauptdialekte werden Nordkurdisch (Kurmandschi) und Südkurdisch (Sorani) angesehen. Diese Dialekte werden manchmal als eigene, nahe miteinander verwandte Einzelsprachen angesehen. Neben diesen beiden Hauptdialekten gibt es noch wichtige andere, deren Sprecheranzahl aber eher begrenzt ist. Obwohl das Kurmancî oder Soranî als Dialekte einer Sprache bezeichnet werden, könnte man sie auch als eigenständige Sprachen betrachten. Die Einteilung in Dialekte stellt den Versuch dar, die ethnische Identität und Einheit der Kurden zu festigen. Dazu zählen das Zazaki (Dımıli) und das Gorani. Das Verhältnis des Dımıli zum Kurdischen ist umstritten. Nach den deutschen Iranisten Oskar Mann und Karl Hadank ist Zazaki ( Dimli ) eine eigenständige Sprache. Auch nach dem Institut für Linguistik an der TU in Berlin wird Zazaki als eigenständige Sprache angesehen.

Unterschieden werden:

* Kurmandschi (ca. 12 Mio. Sprecher) – Nord-Kurdisch (mit lateinischen Buchstaben). Kurmandschi wird von den Kurden der Türkei, Syrien und der GUS-Staaten gesprochen. Es ist auch unter den Kurden im Iran und Irak verbreitet. Es durchläuft gerade einen Prozess des Sprachausbaus. Dabei wird der Dialekt aus Botan in Cizire zum Hochsprache ausgebaut. Dieser Dialekt wurde von Kamuran Bedirxan in den 20er Jahren als Grundlage seines Buches über die kurdische Grammatik benutzt. Auch werden viele türkische und arabische Lehnwörter durch kurdische Wörter aus anderen Hauptdialekten ersetzt.
* Sorani (ca. 5 Mio. Sprecher) – Zentral-Kurdisch (in arabischer Schrift). Sorani wird im Iran und Irak gesprochen.
* Zazaki (ca. 2 Mio. Sprecher) – die Stellung als kurdischer Dialekt oder als eigenständige Sprache ist umstritten. Während sich viele Zazaki-Sprecher als Zaza fühlen, sehen sich viele andere als Kurden.
* Gorani (ca. 3 Mio. Sprecher) – in der Provinz Kermanschah und in den Hewraman-Gebirgen von einer kleinen Gruppe gesprochen. Dieser Dialekt wird manchmal auch Hewramanî genannt. (Zuordnung ebenfalls umstritten)

Insgesamt gesehen gibt es viele Mundarten, die sich von Region zu Region und von Stamm zu Stamm unterscheiden.

Quelle: Wikipedia